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Auracast 2026: Klar hören trotz Lärm – die Zukunft des Hörens an öffentlichen Orten

ÖffentlicheDurchsagen-Auracast
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Auracast 2026: Wie eine neue Technik das Hören an lauten Orten verändert

In der gigantischen Abflughalle des Frankfurter Flughafens herrscht das übliche Getöse: Rollkoffer rattern, tausende Stimmen verschwimmen zu einem Hintergrundrauschen, und die blechernen Lautsprecherdurchsagen gehen im akustischen Chaos unter. Doch für Reisende mit moderner Hörtechnologie hat am 28. Januar 2026 eine neue Zeitrechnung begonnen. Mit dem offiziellen Go-Live der weltweit ersten Auracast-Installation an einem Großflughafen wird die "stumme Welt" endlich "entstummgeschaltet".

Was ist Auracast eigentlich?

So technisch der Name klingt, die Idee dahinter ist einfach. Auracast ist eine neue Form der Audioübertragung über Bluetooth LE Audio. Ein Signal muss nicht mehr nur über Lautsprecher im Raum ankommen, sondern kann direkt an kompatible Hörgeräte, Kopfhörer oder Smartphones gesendet werden. Gerade an Orten, an denen viele Geräusche gleichzeitig aufeinandertreffen, ist das ein spürbarer Unterschied.

Am Flughafen Frankfurt lässt sich das besonders gut begreifen. Wer eine Ansage bisher mühsam aus dem allgemeinen Lärm herausfiltern musste, kann sie mit einem passenden System direkt empfangen. Das macht den Flughafen nicht leise. Aber es nimmt der wichtigen Information den Umweg durch den ganzen Raum. Fraport testet diese Technik zunächst an zwei Gates.

Warum Auracast gerade an lauten Orten so interessant ist

Viele Menschen mit Hörgeräten kennen dieses Gefühl: Im direkten Gespräch funktioniert vieles gut, doch sobald Abstand, Nebengeräusche und schwierige Raumakustik dazukommen, wird Hören anstrengend. Man merkt, dass etwas gesagt wurde, versteht aber nicht immer jedes Wort klar genug, um sicher folgen zu können.

Genau hier setzt Auracast an. Die Technik verändert nicht das Gehör selbst, sondern den Weg des Tons. Eine Durchsage, ein Vortrag oder der Ton eines Bildschirms muss sich nicht mehr erst gegen Hall, Stimmen und Hintergrundlärm durchsetzen, sondern kann direkter im Hörgerät ankommen. Das macht das Verstehen an vielen Orten leichter.

Darum ist Auracast nicht nur für Flughäfen interessant. Die gleiche Idee passt auch zu Bahnhöfen, Museen, Kirchen, Vortragsräumen oder Wartebereichen. Oticon beschreibt Auracast ausdrücklich als Zugang zu öffentlichen Audioübertragungen in Umgebungen wie Theatern oder Flughäfen, Starkey nennt als Beispiele Flughafenansagen, Fernseher im Fitnessstudio und andere öffentliche Orte.

Was am Frankfurter Flughafen gerade passiert

Frankfurt ist nicht deshalb so spannend, weil dort ein neues Schlagwort aufgetaucht ist, sondern weil die Technik dort erstmals in einem Umfeld eingesetzt wird, das viele Menschen sofort nachvollziehen können. Fraport bezeichnet Frankfurt als weltweit ersten Flughafen, der Auracast für öffentliche Durchsagen einsetzt. Reisende können Gate-Ansagen direkt auf kompatible Hörgeräte, Earbuds und Smartphones übertragen bekommen.

Gerade deshalb hat dieser Schritt Gewicht. Auracast ist damit nicht mehr nur eine Zukunftsidee aus Prospekten und Präsentationen, sondern an einem realen Ort angekommen, an dem Verständlichkeit entscheidend ist.

FRA-Flughafen-Auracast
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Hörwerk-Auracast-Hörgeräte

Welche Hörgeräte Auracast bereits nutzen können

Für Endverbraucher wird es an dieser Stelle schnell unübersichtlich. Auf Herstellerseiten tauchen Begriffe auf, die ähnlich klingen, aber nicht dasselbe meinen. Entscheidend ist nicht, ob ein Gerät modern wirkt, sondern ob Auracast auf genau diesem Modell bereits wirklich nutzbar ist.

Eine kleine Auswahl an Hörgeräten, bei denen Auracast offiziell klar genannt wird:

  • ReSound Nexia – ReSound nennt Bluetooth LE Audio und Auracast ausdrücklich als Teil der Plattform.
  • Oticon Zeal – Oticon beschreibt die Serie 2026 ausdrücklich mit Auracast-Technologie für Audioübertragungen in öffentlichen Räumen.
  • Starkey Omega AI – Starkey nennt LE Audio sowie den Auracast Assistant und beschreibt die Nutzung öffentlicher Auracast-Übertragungen direkt mit den Hörgeräten.

Für Leser ist das die entscheidende Unterscheidung: Diese Modelle werden vom Hersteller nicht nur als modern oder vernetzt beschrieben, sondern ausdrücklich mit Auracast in Verbindung gebracht.

Welche Hörgeräte aktuell nur für Auracast vorbereitet sind

Hier beginnt der Bereich, der im Alltag leicht missverstanden wird. „Vorbereitet“ klingt nach „geht schon“, meint aber oft nur, dass einzelne Bausteine vorhanden sind. Mal ist LE Audio da, aber Auracast wird nicht klar zugesagt. Mal hängt alles an einer Firmware-Version, einer App oder an einem bestimmten Smartphone. Und manchmal bewirbt ein Hersteller Auracast nur bei einer neuen Produktlinie klar, während bei älteren oder parallelen Linien genauer nachgefragt werden sollte.

Eine kleine Auswahl an Modellen oder Plattformen, bei denen man besonders genau hinschauen sollte:

  • Signia IX – Signia nennt bei IX-Hörgeräten mit bestimmter Firmware die Kompatibilität mit LE Audio. Das ist ein wichtiger Schritt, ist aber nicht automatisch gleichbedeutend mit einer klar kommunizierten, sofort nutzbaren Auracast-Zusage für jedes Modell.
  • Phonak Infinio / Virto R Infinio – Phonak bewirbt moderne Konnektivität sehr deutlich, nennt auf den aktuellen Produktseiten aber nicht so klar und offensiv Auracast wie manche Wettbewerber. Genau deshalb sollte man hier konkret nachfragen, was auf dem gewünschten Modell heute schon möglich ist.
  • Oticon Intent – Oticon bewirbt bei Zeal Auracast sehr ausdrücklich. Bei anderen aktuellen Linien wie Intent steht eher die allgemeine Konnektivität im Vordergrund. Auch hier ist deshalb wichtig, das konkrete Modell und den tatsächlichen Funktionsumfang prüfen zu lassen. Das ist eine naheliegende Einordnung aus den Herstellerseiten, nicht dieselbe Art klarer Auracast-Zusage wie bei Zeal.

Genau deshalb lohnt sich beim Kauf eine einfache, aber sehr konkrete Frage: Kann dieses Hörgerät Auracast heute schon direkt empfangen, oder ist es nur technisch auf dem Weg dorthin? Dieser Unterschied klingt klein, entscheidet im Alltag aber über sehr viel.

Kann man Auracast auch ohne Smartphone nutzen?

Im Moment oft nicht durchgängig. In vielen Fällen spielt das Smartphone noch eine wichtige Rolle, weil darüber verfügbare Auracast-Streams ausgewählt werden. Starkey beschreibt das mit dem My Starkey Auracast Assistant sehr offen: Das Smartphone dient dort ausdrücklich dazu, Auracast-Übertragungen auszuwählen, zu starten und zu steuern. Auch Oticon verweist für die Nutzung öffentlicher Auracast-Streams auf die Companion App.

Für Menschen, die ihr Smartphone selbstverständlich nutzen, mag das kein großes Hindernis sein. Für andere ist genau das der Punkt, an dem eine gute Idee plötzlich kompliziert wird. Gerade ältere Nutzer möchten bei einer wichtigen Durchsage nicht erst Menüs durchsuchen oder überlegen, welche App sie öffnen müssen. Deshalb ist diese Frage so wichtig. Nicht weil ein Smartphone grundsätzlich ein Problem wäre, sondern weil Technik im Alltag nur dann hilft, wenn sie schnell und selbstverständlich nutzbar ist.

Induktionsschleife-Auracast

Was ist eine Induktionsschleife – und worin liegt der Unterschied zu Auracast?

Viele Menschen kennen die Technik, ohne den Namen dazu zu kennen. Eine Induktionsschleife findet man seit Jahren zum Beispiel in Kirchen, Theatern, Bürgerbüros oder Veranstaltungsräumen. Dort wird ein Tonsignal drahtlos an Hörgeräte übertragen, wenn diese über eine T-Spule verfügen. Für Nutzer ist das oft sehr einfach: Hörgerät umstellen, hören, fertig. ReSound nennt den T-Spulen-Empfang bei Nexia weiterhin als Funktion.

Gerade diese Einfachheit ist bis heute ihre Stärke. Es braucht meist keine App, kein Auswählen eines Streams und oft auch kein Smartphone. Auracast geht einen moderneren und flexibleren Weg, bringt dafür aber häufig einen zusätzlichen Bedien-Schritt mit. Deshalb ist Auracast im Moment eher eine Ergänzung als ein Ersatz. Das Neue eröffnet mehr Möglichkeiten, das Bewährte bleibt in vielen Situationen praktisch.

Vor- und Nachteile von Auracast

Auracast kann das Hören in lauten Umgebungen spürbar erleichtern. Gleichzeitig zeigt sich im Alltag, dass die Technik nicht nur Vorteile mitbringt. Gerade deshalb lohnt sich ein nüchterner Blick auf beide Seiten.

Vorteile von Auracast:

  • Sprache und wichtige Informationen können an lauten Orten klarer ankommen
  • mehrere Menschen können dieselbe Audioquelle gleichzeitig hören
  • öffentliche Orte wie Flughäfen, Bahnhöfe oder Museen werden zugänglicher
  • der offene Standard kann langfristig mehr Freiheit bei kompatiblen Geräten schaffen

Nachteile von Auracast:

  • nicht jedes aktuelle Hörgerät ist bereits wirklich Auracast-fähig
  • oft wird noch ein Smartphone zur Auswahl des Streams gebraucht
  • der Energieverbrauch kann höher sein, weil zusätzlich gestreamt wird
  • je nach Gerät, App und Smartphone kann die Bedienung umständlich sein
  • bewährte Lösungen wie die Induktionsschleife sind in manchen Situationen einfacher

Welche Hörlösung passt wirklich zu Ihnen?

Auracast zeigt, in welche Richtung sich modernes Hören entwickelt. Gerade an lauten Orten kann diese Technik dabei helfen, Sprache klarer wahrzunehmen und wichtige Informationen direkter zu empfangen. Gleichzeitig ist schon heute erkennbar: Auracast steht noch nicht bei jedem Hörgerät sofort zur Verfügung, und längst nicht jede Lösung passt gleichermaßen gut zu jedem Alltag.

Gerade deshalb ist eine persönliche Beratung so wichtig. Entscheidend ist, welche Hörlösung zu Ihrem Hörbedarf, Ihrem Tagesablauf und Ihrem Umgang mit Technik passt. Bei Hörwerk.Acusticum beraten wir Sie herstellerunabhängig und nehmen uns die Zeit, gemeinsam mit Ihnen die Lösung zu finden, die zu Ihrem Lebensstil passt – verständlich, alltagstauglich und ohne unnötige Komplikationen.

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