ReSound Sensia: Wen möchten Sie gerade hören?
Besser verstehen im Stimmengewirr
Es ist selten zu leise. Meist ist einfach zu viel gleichzeitig los.
Am Nachbartisch wird gelacht, Geschirr klappert, jemand ruft dem Kellner etwas zu – und genau jetzt erzählt Ihnen Ihr Gegenüber etwas, das Sie gerne verstehen würden. Das Gehör hat in solchen Momenten eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe: Es muss aus all den Stimmen und Geräuschen herausfinden, welche gerade wichtig ist.
Genau hier setzt das neue ReSound Sensia an. Die Hörgerätefamilie ist seit dem 20. August 2026 in Deutschland erhältlich und wurde vor allem für Situationen entwickelt, in denen Sprache und Hintergrundgeräusche miteinander konkurrieren.
Ihr Blick verrät dem Hörgerät, wem Sie zuhören möchten
Bei einem Gespräch machen wir etwas völlig automatisch: Wir drehen uns zu der Person, die gerade spricht.
ReSound Sensia nutzt genau diese natürliche Bewegung.
Bei zwei Hörgeräten arbeiten insgesamt vier Mikrofone zusammen. Sie bilden einen gezielten Hörbereich nach vorne. Drehen Sie sich zu Ihrem Gesprächspartner, kann dessen Stimme stärker hervorgehoben werden, während störende Geräusche aus anderen Richtungen weniger Gewicht bekommen.
Das ist besonders spannend in Situationen wie:
- einem Essen mit mehreren Personen,
- Geburtstagsfeiern und Familienrunden,
- Besprechungen,
- Café- oder Restaurantbesuchen,
- Veranstaltungen mit vielen Stimmen,
- Gesprächen unterwegs.
Sie müssen dabei nicht überlegen, wo Sie am Hörgerät etwas einstellen. Gerade beim Sensia 9 microRIE kann die Technik schwierige Hörsituationen automatisch erkennen und die passende Unterstützung dazuschalten.
ReSound Sensia hört sich erst einmal um
Ein ruhiges Wohnzimmer klingt völlig anders als ein Supermarkt am Samstagvormittag.
Deshalb prüft Sensia laufend, in welcher Hörumgebung Sie sich gerade befinden. ReSound nennt diese Funktion AcoustIQ.
Vereinfacht gesagt: Das Hörgerät hört sich zunächst um und passt seine Arbeitsweise an die Situation an. Sprache, Stimmen, Verkehr, Musik oder Hintergrundgeräusche stellen schließlich ganz unterschiedliche Anforderungen an ein Hörgerät.
Sie sollen davon möglichst wenig merken. Idealerweise merken Sie nur, dass Gespräche leichter zu verfolgen sind.
Was steckt im ReSound Sensia?
Einige Begriffe tauchen rund um Sensia immer wieder auf. Dahinter verbergen sich Funktionen, die sich ziemlich einfach erklären lassen.
Das Hörsystem erkennt unterschiedliche Hörumgebungen und entscheidet, welche Unterstützung gerade sinnvoll ist.
Im ruhigen Gespräch braucht es schließlich keine Technik, die für ein volles Restaurant gedacht ist. Sensia passt sich deshalb laufend an die Umgebung an.
Die Mikrofone beider Hörgeräte arbeiten zusammen. Dadurch kann ein sehr schmaler Hörbereich nach vorne entstehen.
Der praktische Gedanke dahinter ist verblüffend einfach: Sie schauen die Person an, die Sie hören möchten.
DNN ist die Abkürzung für „Deep Neural Network“.
Für Sie ist der englische Begriff allerdings weniger wichtig als seine Aufgabe: Die Technik wurde darauf trainiert, Sprache und störende Hintergrundgeräusche besser auseinanderzuhalten.
ReSound setzt diese Unterstützung ab Sensia 7 ein. Beim Sensia 7 wird sie über ein entsprechendes Hörprogramm genutzt. Beim Sensia 9 microRIE kann sie Bestandteil der automatischen Unterstützung sein.
Beim Sensia 9 microRIE kombiniert ReSound die Erkennung der Umgebung, die vier Mikrofone und die KI-gestützte Geräuschreduzierung.
Diese Kombination nennt ReSound Intelligent All-Around. Sie ist derzeit dem Sensia 9 microRIE vorbehalten.
Das Hörgerät soll dadurch selbst erkennen, wann eine Hörsituation anspruchsvoller wird, und entsprechend reagieren.
Sensia unterstützt moderne Bluetooth-Verbindungen. Bei den dafür ausgestatteten Modellen können beispielsweise Telefonate oder andere Audiosignale direkt über die Hörgeräte wiedergegeben werden.
Welche Funktionen tatsächlich möglich sind, hängt auch vom verwendeten Smartphone ab.
Auch Auracast gehört zur Sensia-Technik.
Auracast ermöglicht es entsprechend ausgestatteten Orten, einen Ton direkt an kompatible Hörgeräte zu senden. Das kann künftig zum Beispiel in Kinos, Veranstaltungsräumen, bei Vorträgen oder an öffentlichen Informationspunkten interessant werden.
Akku, Batterie, hinter dem Ohr oder im Ohr?
Sensia bezeichnet eine ganze Hörgerätefamilie. Sie können deshalb zwischen verschiedenen Bauformen wählen.
Und genau das ist wichtig: Das technisch umfangreichste Hörgerät muss nicht automatisch das Modell sein, das am besten zu Ihrem Ohr und Ihrem Alltag passt.
Beim microRIE sitzt ein kleines Gehäuse hinter dem Ohr. Ein dünner Draht führt zum Lautsprecher im Gehörgang.
Das Modell besitzt einen Akku und wird zum Laden in die Ladestation gelegt. ReSound gibt bei seinen wiederaufladbaren Sensia-Hörgeräten eine Laufzeit von bis zu 24 Stunden an. Die tatsächliche Laufzeit hängt unter anderem von der Nutzung von Streaming-Funktionen ab.
Das Sensia 9 microRIE ist gleichzeitig das Modell, bei dem ReSound seine neue automatische Technik vollständig zusammenführt.
Interessant für Sie, falls Sie:
- häufig mit mehreren Menschen sprechen,
- viel in wechselnden Hörsituationen unterwegs sind,
- einen Akku bevorzugen,
- Smartphone und Streaming nutzen möchten,
- möglichst wenig selbst einstellen möchten.
Das Sensia RIE sitzt ebenfalls hinter dem Ohr, wird in Deutschland jedoch mit einer 312er-Zink-Luft-Batterie angeboten.
Die Bauform ist deshalb interessant für Menschen, die das kleine Hinter-dem-Ohr-System mögen, aber weiterhin Batterien verwenden möchten.
Interessant für Sie, falls Sie:
- Batterien gewohnt sind und dabei bleiben möchten,
- unterwegs unabhängig von einer Ladestation sein möchten,
- die offene und kleine RIE-Bauform bevorzugen.
Das ITC-Modell sitzt direkt im Ohr. Das Gehäuse wird individuell nach der Form Ihres Ohres gefertigt.
Die deutsche Sensia-Familie umfasst ein wireless-fähiges ITC. Dadurch verbindet diese Bauform ein individuell gefertigtes Im-Ohr-Hörgerät mit drahtlosen Funktionen.
Interessant für Sie, falls Sie:
- Ihr Hörgerät lieber im Ohr tragen,
- eine individuelle Passform wünschen,
- gleichzeitig Wert auf drahtlose Funktionen legen.
Ob ein ITC aufgrund Ihrer Ohrform und Ihres Hörverlustes infrage kommt, lässt sich bei einer persönlichen Beratung klären.
Das CIC sitzt noch tiefer im Gehörgang und gehört zu den besonders kleinen Sensia-Varianten.
Beim deutschen Sensia CIC handelt es sich um ein non-wireless Modell. Es besitzt also keine drahtlose Verbindung für Funktionen wie direktes Streaming vom Smartphone.
Das kann genau richtig sein, falls Ihnen eine kleine Bauform wichtiger ist als die Verbindung zum Smartphone.
Interessant für Sie, falls Sie:
- ein sehr kleines Hörgerät wünschen,
- das Gerät möglichst unauffällig im Ohr tragen möchten,
- auf direktes Streaming verzichten können.
Für sehr kleine Im-Ohr-Hörgeräte muss außerdem genügend Platz im Gehörgang vorhanden sein. Auch die Art und Stärke des Hörverlustes spielt bei der Auswahl eine Rolle.
Sensia 4, 5, 7 oder 9: Welche Technik braucht man wirklich?
Jede Sensia-Bauform ist in den Technikstufen 4, 5, 7 und 9 erhältlich.
Die Zahl allein hilft bei der Entscheidung allerdings wenig.
Spannender ist Ihr Tagesablauf.
Wie oft sitzen Sie mit mehreren Personen zusammen? Arbeiten Sie noch und führen viele Gespräche? Sind Sie gerne unterwegs? Besuchen Sie Restaurants, Veranstaltungen oder Vereine? Oder verbringen Sie einen großen Teil des Tages in überschaubaren und eher ruhigen Situationen?
Ein wichtiger technischer Unterschied beginnt bei Sensia 7: Hier steht die neue DNN-Geräuschreduzierung zur Verfügung. Die komplette automatische Kombination aus Umgebungserkennung, Vier-Mikrofon-Fokus und DNN-Geräuschreduzierung bietet ReSound beim Sensia 9 microRIE mit Intelligent All-Around.
Eine höhere Technikstufe lohnt sich also vor allem dort, wo das Hörgerät häufig anspruchsvolle Situationen bewältigen soll.
Wer sollte sich ReSound Sensia genauer anschauen?
Besonders interessant ist Sensia für Menschen, die häufig sagen:
„Ich höre, dass jemand spricht – aber ich verstehe nicht alles.“
Gerade in Gesellschaft liegt die Schwierigkeit häufig darin, eine einzelne Stimme aus mehreren Gesprächen und Geräuschen herauszufiltern.
Auch Menschen mit einem aktiven Alltag, häufig wechselnden Hörsituationen oder dem Wunsch nach moderner Smartphone-Anbindung finden innerhalb der Sensia-Familie verschiedene Möglichkeiten.
ReSound bietet außerdem Lösungen für einseitige Taubheit (CROS) sowie bimodale Varianten für bestimmte Nutzer eines Cochlear-Nucleus-Implantats an. Welche Versorgung dafür geeignet ist, muss individuell geprüft werden.
Braucht jeder die höchste Technikstufe?
Ein Hörgerät begleitet Sie viele Stunden am Tag. Deshalb sollte die Entscheidung zu Ihrem tatsächlichen Leben passen.
Wer häufig in Gesellschaft ist und gerade dort Schwierigkeiten mit dem Sprachverstehen hat, kann von umfangreicherer Unterstützung stärker profitieren.
In einem überwiegend ruhigen Alltag können andere Prioritäten wichtiger werden: die Bauform, einfache Bedienung, Akku oder Batterie, Sitz im Ohr oder die Verbindung zum Smartphone.
Genau deshalb lohnt es sich, Hörgeräte nicht allein nach technischen Daten auszuwählen.
ReSound Sensia bei Hörwerk.Acusticum probetragen
Ein Hörgerät kann auf dem Papier hervorragend zu Ihnen passen und sich im echten Leben trotzdem anders zeigen.
Der bessere Test findet deshalb dort statt, wo Sie täglich hören.
Nehmen Sie das Hörgerät mit nach Hause. Unterhalten Sie sich mit Ihrer Familie. Gehen Sie einkaufen. Schauen Sie fern. Treffen Sie Freunde. Besuchen Sie Ihr Lieblingscafé.
Bei Hörwerk.Acusticum können Sie ausgewählte Hörgeräte unverbindlich in Ihrem Alltag probetragen. Vorher werden Ihr Gehör und Ihre persönlichen Hörsituationen betrachtet, damit die Technik passend eingestellt werden kann.
Anschließend zeigt sich ziemlich schnell, was kein Datenblatt beantworten kann:
Wie gut kommen Sie persönlich damit zurecht?
Sie möchten wissen, ob ReSound Sensia zu Ihnen passt? Besuchen Sie uns in Hochheim am Main oder Bischofsheim und lernen Sie die verschiedenen Möglichkeiten in Ruhe kennen.
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